Petra – die Felsenstadt

Die legendäre Stadt – PETRA

Wer hat nicht schon mal etwas von ihr gehört?

Vom Hören und Sagen ist es auch uns während unserer Reiseplanung nach Israel zu Ohren gekommen, dass ein Grenzübergang, direkt bei Eilat, einen spontanen Ausflug nach Jordanien möglich macht. Der Gedanke: „was wäre es für ein Traum, die Stadt Petra zu besuchen“, ließ uns nicht mehr los. Was sich vom heimischen Sofa als etwas grenzwertig anhört, stellt sich vor Ort als recht unkompliziert heraus. Schon nach wenigen Formalitäten verabschieden wir uns von israelischen Grenzbeamten und begrüßen nach einem kurzen Fußmarsch seine königliche Majestät – König Hussein den XI??. Dieser winkt uns von einer großen Plakatwand mit den Worten: „Welcome in the Kingdom of Jordan“, anmutig zu. Die Begrüßung seines Fußvolkes fällt etwas energischer aus. Mit orientalischem Temperament, stürmen eine Meute hungrigen Taxifahrer auf uns zu. Etwas überfordert von so vielen Angeboten, vertrauen wir uns schließlich dem etwas zurückhaltenden Hussein an, der uns nach einer aufregenden Fahrt in seine Heimatstadt Petra kutschiert.

Wie durch einen Vorhang, eröffnen die mächtigen Felsen eine Kulisse in eine andere Welt die uns verschluckt, verzaubert und uns zum Schwärmen bringt. Lasst euch in die antike Karawanenstadt der alten Nabathener entführen!

Unsere zwei Reiseführer schaffen es immer wieder, die Aufmerksamkeit durch ihre Kunststückchen zu erregen. Warum eine Erfrischung auf einer Klippe am Abgrund stattfinden muss, bleibt für uns wohl für immer ein Rätsel 😉 Die Beduinenburschen machen sich gerne einen Spaß draus die staunenden Touristen, mit ihren halsbrecherischen Darbietungen und Seilakten zu erschrecken.

Die Aussicht rockt 😉

Let’s go to the Rocky Mountains! Denn so heisst unser Hotel welches wir schon zu Hause für einen Schnäppchenpreis von 12,50  inklusive Halbpension gebucht haben. Wir erreichen es schneller als der Name vermuten lässt. Da wir den spontanen Ausflug nach Jordanien für eher unwahrscheinlich hielten und keinen hohen Kosten nachtrauern wollten, investierten wir in unser geheimes Träumen gerade mal das Minimum.  Mit etwas mulmigen Gefühl sind wir jetzt gespannt, was uns erwartet. Etwas verwundert bleiben wir vor einem Saloon stehen, wo sich normalerweise nur Cowboys verirren. Wir sind etwas erleichtert, als hinter der Holztür sich tatsächlich eine Rezeption verbirgt und die Fassade sich nicht als eine Attrappe für Westernfilme entpuppt. Wir werden von einem multikulturellem Pärchen empfangen, das uns auf unser Zimmer begleiten. Das Abendessen wird im Dachgeschoss serviert. Landestypische Stoffmuster verwandelten den Raum in ein großes Beduinzelt.  Bei gemütlicher Abendstimmung werden orientalische Speisen serviert. Hier oben in den „Rocky Mountain“ hat man zweifellos die beste Aussicht auf die Stadt.

Die Nacht schleicht sich langsam über das Land und der Sichelmond funkelt ganz geheimnisvoll. Aus der Ferne ruft der „??“ zum Gebet. Wir begeben uns vertrauensvoll in die liebende Hände unseres Gottes.

Little PETRA –

ist die kleine Schwester der großen Karawanenstadt. In entspannter Atmosphäre machen wir einen Rundgang durch den überschaubaren Ort. Als Begleitung steht uns  „Jack Sparrow“, der mit seinen Kosenamen bereits in vielen Reiseforen Bekanntheit erlangt hat, zur Verfügung. Aus Bekanntheit machte er sich allerdings nicht viel. Worauf er wirklich stolz ist:  ein Nachkomme der Ureinwohner von Little Petra zu sein und das Privileg zu haben, jederzeit an diesen Ort zu verweilen. Mit Begeisterung erzählt er uns Geschichten voller Mystik und Poesie, denen er mit seinem Flötenspiel noch mehr Zauber einhaucht. Beim Sonnenuntergang lassen wir den Tag bei einem privaten Flötenkonzert im wahrsten Sinne ausklingen. Ein Augenblick, im Einklang mit der Natur und der längst vergangenen Kultur, der hier für einen Moment so gegenwärtig ist.

Das nächste Abenteuer dieser Reise führt in die Wüste Wadi Rum

Text & Bilder:

Irene Langemann und Elvira Stürmer

Schreibe einen Kommentar

*