Eine Rundreise durch Skandinavien und Baltikum Teil 3

Kurische Nehrung in Litauen

ist eine schmale Landzunge, die sich 380 km entlang der Ostsee erstreckt. Unser Appartement in Nida liegt etwas abseits, wir arrangieren uns jedoch schnell mit diesem Nachteil und genießen den täglichen Fußmarsch durch den Nadelwald, der direkt zum Strand führt. Dabei inhalieren wir den Duft des Waldes und staunten über Ameisenhaufen, die es hier noch zu entdecken gibt.

Kurische Nehrung ist ein Naturparadies, das auf Sand gebaut ist. Das bekommen auch immer wieder die Bewohner zu spüren, wenn die Sanddünen wieder mal vor der Tür stehen und Guten Tag sagen. Inzwischen ist es den Experten gelungen die riesigen Wanderdünen zu zähmen und durch Bepflanzung zu stabilisieren. Ganze Ortschaften wurden schon in der Vergangenheit von den Dünen begraben und viele Häuser verschluckt.

Wir besuchen eine der größten Wanderdünen Europas und fühlen uns wie in der Sahara. Um die Düne nicht aus dem Schlummerschlaf zu wecken ist Vorsicht geboten, denn jeder unbedachte Schritt kann den Riesen in Bewegung bringen.

Dass auch ein kleiner Schritt eine große Bewegung auslösen kann, demonstriert hier die Natur auf majestätische Art und Weise.

Fazit: unterschätze niemals ein kleines Wort, eine unscheinbare Tat und einen unbedachten Schritt, weil alles Auswirkungen auf die Umgebung hat.

Appartements

Nur ein kleiner Hinweis am Rande: wir verlinken im Blog nur die Appartements, die wir auch empfehlen können oder selber noch mal buchen würden.

Nach 20 Tagen Camping haben wir uns in Baltikum ein bisschen Luxus gegönnt und uns unterwegs ein paar nette Apparatements bei Airnb gebucht. Schnuckelig und gemütlich war es hier in Nida allemal, nur fehlte uns eine Terrasse oder ein Balkon wo man abends unter freien Himmel den Tag ausklingen konnte. Wir fühlten uns nach unserer – Outdoor – Zeit etwas gezähmt und ganz schön domestiziert. 😉

Der Berg der Kreuze –

ist ein Pilgerort in Litauen.

Das Kreuz Jesu – ist DAS Symbol der Christenheit. Hier begegnen einem hunderte zuhauf, die älteren werden achtlos von neuen Kreuzen begraben. Hunderttausend Kreuze teilen sich den Berg. Das Geschäft an der Rezeption floriert – das Kreuz leidet jedoch unter einer Inflation. Nichtsdestotrotz, hinter jedem Kreuz steckt ein Schicksal, eine Geschichte oder eine schwere Last, die hier als ein Symbol des Glaubens ausgesetzt wird.

Ich muss gestehen, dass es mir nicht einfach fällt das Erlösungswerkt am Kreuz ganz zu verstehen oder begreifen. Aber ich bin dabei zu lernen, dass der Glaube nicht eine intellektuelle Wissenschaft ist, die mit dem Verstand geknackt werden kann. Es ist eher eine Erfahrung, die sehr viel Vertrauen erfordert – wie beim Schwimmen! Denn es ist nicht das gleiche im Labor alle Eigenschaften des Wassers zu untersuchen oder im Meer zu schwimmen. Glauben heißt: Schwimmen zu lernen im großen Ozean des Lebens. Jeder Schwimmer hat da seine eigene Performance um im Wasser vorwärts zu kommen, was dieser Pilgerort nur zu gut veranschaulicht. Ich persönlich löse mich immer mehr vom Anspruch, Gott verstehen zu wollen. Denn wie mickrig – klein wäre DER Gott, der sich von Menschenverstand erfassen lässt.

Tallinn-

zeigt sich uns von seiner besten Seite. Es ist perfektes Wetter und die richtige Größe um alles zu Fuß zu erkunden. Die Abende sind sehr lang und hell und das schicke Appartement liegt direkt vor der Altstadt. Es macht Spaß in den Gassen zu schlendern, die Schönheit der maroden Türen zu bewundern und die Aussichten über den Dächern der Stadt zu genießen. Die letzten Sonnenstrahlen bringen das Gold der Zaren und den Glanz der vergangener Zeiten zum Leuchten.

Riga-

was war eigentlich in Riga los? Wo bleiben die hoch angepriesenen Jugendstil – Bauwerke von Riga? Lasst euch von diesen Bildern nicht täuschen, schuld für meinen Fotodurchhänger waren bestimmt nur die vielen Törtchen und Gebäcke, von denen ich nicht die Finger lassen konnte… sorry 😉 aber ich habe keine weitere Fotos von Riga für dich.

Danzig-

lag auf dem Nachhauseweg und war nur ein Zwischenstopp auf der Reise. Wir hatten keinerlei Erwartungen an Danzig und waren überrascht von der Schönheit dieser Stadt. Die bunten Fassaden, mit ihren prunkvollen Farben und Verzierungen, leuchten um die Wette. Wer auf Bernstein steht, muss Versuchungen widerstehen können, sonst verliert man hier schnell das ganze Vermögen. In Danzig lässt es sich schön flanieren und in einem der vielen Lokale beim Essen und Trinken das Treiben der Boote am Ufer beobachten. Hier lassen wir unsere Reise gerne ausklingen und spüren eine Vorfreude auf die nächste Station – das Zuhause!

Hier findest du Teil 1 NORWEGEN

Hier findest du Teil 2 – FINNLAND UND SCHWEDEN

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